Der Chor Gospel Inspiration bewegt das Publikum in Gundersheim

Wormser Zeitung 20.01.2014

Mit dem Konzert des Wiesbadener Chors

Zum Abschluss seines Jubiläumsjahres zum 150-jährigen Bestehen hatte der Turnverein 1863 e.V. Gundersheim zum Konzert mit dem Chor „Gospel Inspiration“ geladen. Gleich zur Begrüßung stellte TV-Vorsitzender Günther Gispert klar: „Keine Angst! Ich singe nicht!“. Stattdessen begrüßte er die Chorformation aus der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Der Chor „Gospel Inspiration“ gilt als einer der besten Gospel-Chöre Deutschlands und ist auch international bekannt. Das musikalische Markenzeichen des Chores ist es, das traditionelle Gospel- beziehungsweise Spirituals-Liedgut mit modernen Rhythmen in sechsstimmige Arrangements zu bringen. Abgerundet werden diese Songs durch Percussion-Begleitung sowie Lichteffekte.

So erklangen die für das Publikum bekannten Lieder sehr schwungvoll. Schon beim ersten Lied „Amen“ sprang der Funken über. Begeistert wurde von Beginn an mitgeklatscht, geschnipst oder leise vor sich hingesungen.

Unterhaltsame Moderation

Mit „Nobody knows the Trouble I‘ve seen“, „Oh happy Day“, „Swing low, sweet Chariot“ und „Down by the Riverside“ wurden die eingängigsten Stücke der „Top Ten der Gospel Charts“ präsentiert.

J. Hatch, amerikanischer Jazzpianist, arrangiert die Melodien für die Lieder in sechsstimmigen Chorsätzen. Mit kleinen Geschichten rund um seine Leidenschaft in Deutschland Auto zu fahren, den ersten Auftritt in Gundersheim vor einigen Jahren sowie der Bereicherung seines deutschen Wortschatzes mit „Schuhbändel“, führte Hatch unterhaltsam durch den Abend. Hierbei forderte er das Publikum zum Mitsingen auf: „Stand up and sing, do your own thing!“

Von der Ballade „Where you there“, die von der Kreuzigung Jesus Christus erzählt, waren die zahlreichen Gäste emotional betroffen. Mit „Sixteen Tons“, einem Lied über Sklavenarbeit in Kohlenminen, blieben neben dem nachdenklichen Text auch die Choreographie-Elemente des Kohleschaufelns in Erinnerung.

Dass der Chor auch ohne Klavierbegleitung singen kann, bewiesen die Sängerinnen und Sänger am Ende des ersten Teils beim afrikanischen Song „Shut De Do“. Nicht nur bei diesem Lied trug Rainer Rumpel an den Percussioninstrumenten zur Klang- und Rhythmusverstärkung bei. Mit „Year Lord“ und „I’m goin‘ home“ erklangen Eigenkompositionen mit eigenem Text von Hatch zum Thema: „Wenn es dir schlecht ergeht, gehe in die Kirche und singe ein Lied für Gott!“. Mit Louis Armstrong und seinem Lied „What a wonderful World“ beschloss der Chor den Abend.

Jedoch war das Publikum von „Gospel Inspiration“ so begeistert, dass durch „Standing Ovations“ eine Zugabe erklatscht wurde. Mit einem „Beatles-Medley“, darunter die Stücke „All you need is love“, „Obladi, Oblada“ sowie „Hey Jude“ belohnte der Chor sein Publikum, das sich nicht nehmen ließ, bei diesem Stück kräftig mitzusingen.

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