GOSPEL INSPIRATION macht Freude an Musik greifbar

Rhein-Zeitung Bad Kreuznach, Kultur: Ausgabe 23.01.2017 (bj)

Der Rhythmus war ansteckend beim Konzert von GOSPEL INSPIRATION

Publikum klatscht und singt begeistert mit

Das Ensemble riss die Besucher am Samstag während seines Konzertes mit 

Pfaffen-Schwabenheim: In der ehemaligen Stiftskirche, wo so häufig gregorianische Gesänge zu Hause sind, gab es am Samstagabend (21.01.2017) mit GOSPEL INSPIRATION einen besonderen Leckerbissen, unter dem Motto „25 Jahre GOSPEL INSPIRATION; 25 Jahre Feel the Spirit“.

Aller Achtung, selbst wer kein ausgewiesener Freund des Gospels ist, wurde am Samstag zum Fan. Denn der rund 20-köpfige stimmgewaltige Chor wusste zum 25-jährigen Chorjubiläum total zu überzeugen. Dass die Sänger dabei fast schon Profis sind, zeigte auch insbesondere daran, dass der Chor gut mit dem in der Kirche schwierigem Hall zurechtkam. Hier hat der Leiter der Truppe „J“ Hatch, der den Chor seit 15 Jahren leitet, ganze Arbeit geleistet. Hatch stammt aus den USA und musizierte viele Jahre in den Südstaaten. Er hat es verstanden GOSPEL INSPIRATION das Feeling des Gospels einzuhauchen. Wodurch dieses Ensemble sich von den vielen Gospel- und Popchöre sehr abhebt. Die vielen Arrangements stammen alle aus der Feder von J. Hatch, sind so viel authentischer. Wobei „Anhören“ auf die Zuschauer nur teilweise zutraf; kaum einer blieb ruhig auf den Kirchenbänken sitzen. Das Gotteshaus schien gleichsam beschwingt in Bewegung und es brauchte kaum Aufforderung, um das Publikum zum Mitklatschen zu inspirieren.

Das sechsstimmige Repertoire, reichte von traditionellem Black Gospel über Latin Gospel und Worship-Songs bis hin zu vielen Eigenkompositionen. Gerade bei den letzt genannten zeigte sich die Klasse und das musikalische Können von GOSPEL INSPIRATION. Daneben bewies das Ensemble, dass es mit sehr starken Chorstimmen besetzt ist, bei dem auch vielen Solisten zu überzeugen wussten.

Viele Kritiker sehen ja die Gospelwelle längst abebben, doch wenn Gospel so gut vorgetragen wird, wie bei diesem Chor, muss einem um diese Musik nicht bange werden. GOSPEL INSPIRATION unterstreicht dies bereits schon seit 25 Jahren.

Um mit diesem Chor mitsingen zu können, kommen die ausgesuchten Aktiven aus dem Großraum Rheinland-Pfalz &  Hessen 1x wöchentlich nach Wiesbaden zusammen.

Die gut 2 Stunden des sehr abwechslungsreichen Konzertes vergingen wie im Flug. Wobei J. Hatch und Michael Grossmann an der Percussion noch ein besonderes Bonbon boten: Als Duo zeigten sie bei dem Song „The Minstrel Boy“ einem patriotischem Irischem Song an der Percussions eine fantastische Leistung. Und als weiteres Bonbon gab es „Oh Happy Day“, das Hatch eigentlich gar nicht singen lassen wollte. Das wäre allerdings sehr schade gewesen, denn sein Arrangement dieses Welthits war allemal hörenswert.

GOSPEL INSPIRATION bot professionelles Niveau

Mit Herzblut und voller Inspiration

Befallsstürme für Gospelchor in Meisenheim

Die Rheinpfalz Kusel, Ausgabe 01.02.2017 (von Markus Henz)

Den Eindruck, die den aus Wiesbaden und Umgebung kommende Formation GOSPEL INSPIRATION in der „Perle am Glan“ bei Ihren beiden ersten Auftritten vor einigen Jahren hinterlassen hatte, muss wohl ein sehr nachhaltiger gewesen sein, denn die Meisenheimer Schlosskirche war beim 3. Gastspiel am Sonntag voll besetzt. Und erneut begeistert der Chor aus acht Männer- und 10 Frauenstimmen, dem Schlagzeuger Florian Hollingshaus und Chef J. Hatch am Keyboard vom Fleck weg.

Auch wenn das Intro eher verhalten daherkam, der Chor steigerte sich schon beim ersten Titel: „What if God was one uf us“ fesselte und animierte zugleich, so dass eifrig im Rhythmus mitgeklatscht wurde. Im ganzen Konzert wurden Lichteffekte zur dezenten Unterstützung der jeweiligen Stimmung genutzt. Pianist und Chorleiter Hatch ließ die Zügel bewusst lang, wusste er doch, dass er sich auf seine Leute blind verlassen kann. Auch wenn es sich wohl überwiegend um Laien handelt, die da zu Werke gingen, wurde doch bei der Vielzahl der absolvierten Auftritte ein hochprofessionelles Niveau erreicht, das seinesgleichen sucht. Darüber hinaus verfügt GOSPEL INSPIRATION in allen Stimmlagen über Sänger, die auch solistisch überzeugen und den jeweils übernommenen Part mit Herzblut erfüllen.

So gab es neben fetzigen, rhythmusbetonten Titeln auch getragene Melodien, die durch ihre Gefühlsintensität bestachen. Höhepunkte wurden immer wieder besonders dadurch hervorgehoben und unterstrichen, dass sie unbegleitet daherkamen. Etwa bei „Rock my soul“, bei dem auch die gesamte dynamische Bandbreite, über die der Chor verfügt, zur Geltung kam. Wobei auch erfahrene Chorsänger unter den Besuchern einmal mehr mit Verwunderung zur Kenntnis nahmen, dass alles von jedem auswendig vorgetragen wurde. Was naturgemäß der Konzentration auf die musikalische Ausgestaltung zu Gute kam.

Ein weiteres Plus waren die meist von J. Hatch erarbeiteten Arrangements die weit über das hinausgingen, was in diesem Genre üblich ist. Da konnte er mit den Pfunden wuchern, die er als versierter Jazzpianist zur Verfügung hat. Aber auch die Gattung Pop war mit „You’ve got a friend“ vertreten. Folkloristisches aus Irland mit „Minstrel boy“ und südamerikanische Salsarhythmen hielten bei „Joshua fit the battle of Jericho“ Einzug ins altehrwürdige Gotteshaus, indem die Besucher auch mucksmäuschenstill das musikalische Geschehen verfolgten, wenn, wie nach der Pause bei „Were you there, wenn they crucified my lord“ die Gefühlsintensität derart stark war, dass wahre Gänsehautschauer den Rücken herunterliefen. Funky-Jazz war angesagt bei „Ain’t no rock“ und nach dem fast schon unvermeidlichen, aber völlig neuem Gewand daherkommenden „Swing low, sweet chariot“ leiteten ein schier unendlich scheinendes, aber zu keinem Zeitpunkt langweiliges Klaviersolo den krönenden Abschluss ein. Dabei trieb Hatch das Ensemble und das Auditorium, das zuvor im genretypischen Frage-Antwortspiel geübt worden war, zu wahren Höchstleistungen hin. Klar, dass mehrere Zugaben fällig waren und mit dem sicher von vielen längst sehnsüchtig erwarteten „Amen“ auch gewährt und vom Publikum mit Beifallsstürmen gefeiert wurden.

 

Der Auftritt der Formation GOSPEL INSPIRATION in Meisenheim war ein musikalischer Genuss

Öffentlicher Anzeiger Bad Kreuznach, Ausgabe 02.02.2017 (kx)

Als Genuss für alle Sinne empfanden die vielen Zuhörer das Konzert von GOSPEL INSPIRATION in der voll besetzten Schlosskirche Meisenheim. Denn es waren nicht nur musikalische Höhepunkte und bemerkenswerte Arrangements zu hören, sondern auch dezente Beleuchtungseffekte zu sehen, die die Sänger, Musiker und Teile des Gotteshauses in stimmungsvolles Licht rückten.

Meisenheim: Die Formation GOSPEL INSPIRATION gilt seit 25 Jahren als einer der erfolgreichsten Chöre aus dem Raum Hessen & Rheinland-Pfalz. Dass ihr diese Bedeutung zu Recht zukommt, stellen die 10 Frauen- und acht Männerstimmen um den Schlagzeuger Florian Hollingshaus und den Jazzpianisten J. Hatch (aus USA stammend) auch bei Ihrem dritten Gastspiel in Meisenheim unter Beweis.

Die Schlosskirche war wieder mal bis auf den letzten Platz besetzt und das Publikum lies sich gern vom Gesang und Rhythmus mitreißen. Es klatschte begeistert, forderte mehrere Zugaben, feierte und verabschiedete die Musiker nach dem bewegenden Konzert auf hochprofessionellem Niveau schließlich mit stehenden Ovationen.

Schon mit dem ersten Titel „One of Us“ von Joan Osborne zog der Chor die Zuhörer in seinen Bann und motivierte zum rhythmischen Klatschen. Aber nicht nur die außergewöhnlichen Arrangements fanden gefallen. Auch getragenen gefühlvolle Melodien spiegelten die Vielseitigkeit des Chores wieder. Gänsehautfeeling rief beispielsweise nach der Pause der Song „Were You There, When They Crucified My Lord“ hervor. Pop und Floristisches aus Irland, südamerikanische Salsarythmen und Funky-Jazz waren unter anderem zu hören. Ein bemerkendes Klaviersolo leitete den krönenden Abschluss ein, der mit mehreren Zugaben und stehenden Ovationen des Publikums unter einem berauschendem „Amen“ ausklang. Hauptfigur des Konzertes war neben den Chormitgliedern und Schlagzeuger Florian Hollingshaus der musikalische Leiter „J. Hatsch“ am Keyboard, dessen eigene Arrangements weit über das übliche Maß hinausgehen und dem musischen Genuss zusätzliche Attraktivität verleihen.

Werner Keym, der Leiter des Volksbildungswerkes Meisenheim, zeigte sich tief beeindruckt von der hervorragenden Leistung des Chores, der Solisten und der Instrumentalisten. Er zeigte sich auch fasziniert von den raffiniert und dennoch behutsam eingesetzten Beleuchtungseffekten, welche die Akteure und Teile der Schlosskirche dezent ins rechte Licht rückten und die Atmosphäre des alterwürdigen Gotteshauses wirkungsvoll in Szene setzten. Mit der Verpflichtung dieser Gospelformation hätte man erneut ein gutes Händchen bewiesen, so Keym. Den sehr guten Besuch des Gospelkonzertes bewertete der VBW-Leiter positiv. „Wir könne sehr zufrieden sein!“ (kx)